Möglichkeiten der Studienfinanzierung

 

Wer hat das nicht schon gehört: Studieren ist teuer. Studiengebühren sind ein großes Thema und mit dem engen Semesterplan im Bachelorstudium ist Jobben auch nicht mehr so einfach wie früher möglich. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sein Studium auch finanziell zu stemmen. Sicher spielen da auch die persönlichen Eigenheiten und Präferenzen eine Rolle. Aber, wie gesagt, keiner muss aus finanziellen Gründen auf seine Bildung verzichten…

BAföG

BAföG bedeutet Bundesausbildungsförderungsgesetz. Um Anspruch auf BAföG zu erhalten, muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So spielt das Privatvermögen und das elterliche Einkommen beispielsweise eine Rolle. Auf jeden Fall sollte man einen Antrag auf BAföG stellen, denn wenn man es bekommt, schenkt der Staat 50 % der monatlichen Summe. Die andere Hälfte zahlt man unverzinst nach Abschluss des Studiums zurück. Übrigens werden auch Auslandsaufenthalte und Masterstudien gefördert. Einfach an das örtliche Studentenwerk (www.studentenwerke.de)  wenden und sich beraten lassen. Mehr zum BAföG erfährt man auch unter www.das-neue-bafoeg.de

Studienbeitragsdarlehen

In einigen Bundesländern werden für ein Studium an den staatlichen Hochschulen immer noch Studiengebühren erhoben, das können bis zu 500 € pro Semester sein. Das Studienbeitragsdarlehen dient ausschließlich zur Finanzierung dieser. Voraussetzung sind allerdings gute Studienleistungen. Auch wenn man bereits Kinder hat, hat man gute Chancen auf Förderung. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt direkt an die Hochschule. Die Tilgung  beginnt 18 bis 24 Monate nach Abschluss.

KfW-Studienkredit

Die KfW ist die Bank des Bundes und der Länder und somit Förderbank der deutschen Wirtschaft. Die KfW vergibt zinsgünstige  Kredite, die zur Deckung der Lebenshaltungskosten während des Studiums (Bachelor/Master) dienen sollen. Sicherheiten sind nicht notwendig, das Einkommen der Eltern spielt bei der Vergabe des Kredits keine Rolle. Bei Vertragsbeginn wird eine Begrenzung des Zinssatzes nach oben festgelegt, die für 15 Jahre garantiert wird. Mehr Infos unter www.kfw.de/kfw/de/Inlandsfoerderung/Programmuebersicht/KfW-Studienkredit/index.jsp

KfW-Bildungskredit

Der KfW Bildungskredit greift in den späteren Studienphasen, beispielsweise nach Auslaufen des BAföGs, kann aber auch parallel bezogen werden. Der Bildungskredit ist eltern- und einkommensunabhängig. Monatlich werden zwischen 100  und 300 Euro bis zu 24 Monate gezahlt. Die Rückzahlung erfolgt 4 Jahre nach der ersten Auszahlung. Wird auch bei Aufbau- und Zweitstudienstudiengängen sowie bei einem Auslands- bzw. Masterstudium vergeben.

Studienkredite von Privatbanken

Einige der großen Banken vergeben spezielle Studienkredite. Diese dienen der Ergänzung des Budgets oder eben der kompletten Studienfinanzierung. Man sollte beachten, dass private Kreditangebote mit einer Gewinnorientierung der Banken verbunden sind. Allerdings verlangen diese  keine Sicherheiten, das Einkommen der Eltern spielt keine Rolle. Ein Onlinerechner für Rückzahlungsraten ist hier zu finden: www.fmh.de/studenten

Bildungsfonds
Hier investieren Kapitalgeber über Fonds in die Ausbildung von Studierenden  an privaten Hochschulen. Oftmals ist die Förderung auf naturwissenschaftlich-technische und wirtschaftlich orientierte Studiengänge ausgerichtet, da diesen bessere Berufschancen eingeräumt werden. Kommt in Frage für Studenten, die bereits eine Zwischenprüfung bzw. den Bachelor absolviert bzw. einen bestimmten  Notendurchschnitt haben. Der Vergabe geht ein individuelles Aufnahmeverfahren voraus. Zudem ist außeruniversitäres oder  ehrenamtliches Engagement gefragt. Infos bspw. unter www.bildungsfonds.de

Stipendien
Begabtenförderwerke vergeben alljährlich Stipendien an (angehende) Studenten. Großer Vorteil eines Stipendiums ist, dass man es nicht zurückzahlen muss. Eine Förderung ist in Form eines Vollstipendiums (häufig in Höhe des BAföGs) oder als Teilstipendium möglich. Letztere erfolgen bspw. in Form von Büchergutscheinen. Ausschlaggebend für den Erhalt eines Stipendiums sind nicht nur die Noten, sondern auch gesellschaftliches Engagement. Begabtenförderwerke besitzen unterschiedliche Ausrichtungen/Überzeugungen: parteinahe Stiftungen, konfessionelle Träger etc.
Stiftungen können sich auch auf bestimmte Studiengänge konzentrieren und diese fördern. Eine Stipendiendatenbank ist zu finden unter: www.stipendiumplus.de; www.stipendienlotse.de; www.stiftungsfonds.org; www.mystipendium.de; www.arbeiterkind.de

Jobben
Natürlich gibt es noch den guten alten Studentenjob. Ideal ist es, wenn der Semesterplan es noch erlaubt. Bei einem 400 € Job muss man keine Lohnsteuer zahlen und der komplette Betrag gehört dir.

Duales Studium
Neben den Berufsakademien und Dualen Hochschulen, wie  sie in Baden-Württemberg heißen, bieten auch immer mehr  private, aber auch staatliche Fachhochschulen und Universitäten vermehrt die so genannten dualen Studiengänge an. Dual bedeutet, dass man nicht nur an der Hochschule studiert, sondern auch gleich praktisches  Wissen in einem Partnerunternehmen erlangt. Das Unternehmen zahlt monatlich, auch wenn man gerade an der Hochschule ist, eine Vergütung. Diese ist  nicht einheitlich geregelt, sondern das Unternehmen legt den Betrag fest, der gezahlt wird.

Weitere Möglichkeiten:
Neben dem Kindergeld ist es natürlich toll, wenn die Eltern die Möglichkeit haben, finanziell unter die Arme zu greifen. Etwas schwieriger ist es, Wohngeld oder einen Wohnkostenzuschuss beim Sozialamt, Bürgeramt oder Wohnungsamt  zu beantragen. Hier müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Am besten vor Ort erkundigen.

Wenn es um tiefergehende  Informationen zur Studienfinanzierung geht, schau dich doch auf den folgenden Seiten um:

www.studis-online.de

www.studienfinanzierung.de

www.abi.de/studium/finanzen.htm

Für Menschen aus dem Ausland, die in Deutschland an einer Universität oder Hochschule studieren wollen, gibt es auf der folgenden Seite wertvolle Hinweise.

www.studying-in-germany.org