Masterstudiengänge und -abschlüsse

 

Das Master-Studium

Das Master-Studium ist eine wissenschaftliche Vertiefung eines Fachgebiets und steht  in gewisser Weise im Gegensatz zum Bachelor, welcher praxisorientierter ausgerichtet ist.

Der Master soll zu höheren beruflichen Positionen befähigen. Der Abschluss ist gültig für alle Berufsgruppen, es werden keine unterschiedlichen Titel mehr verliehen wie noch bei Diplom- oder Magisterstudiengängen. Lediglich die Zusatzbezeichnung gibt Aufschluss über das studierte Fach.

Voraussetzung für ein Masterstudium ist der Abschluss des Bachelors. Weitere Zugangsbestimmungen sind je nach Fach und Hochschule unterschiedlich. So legen manche Hochschulen fest, dass der Bachelor mindestens mit einer Note von 2,4 abgeschlossen sein muss. Ein Eignungstest ist auch möglich, beispielsweise ein mündlicher Test zum Überprüfen der Studieneignung des Anwärters. In Deutschland wird vereinzelt auch das erfolgreiche Bestehen des GMAT (=“Graduate Management Admission Test“) erwartet. Voraussetzung können auch eine spezifische inhaltliche Ausrichtung des Bachelorstudiums, Berufserfahrung, besondere Fähigkeiten oder Fremdsprachenkenntnisse sein.

Konsekutiver Master

Ein Masterstudium ist jedoch nicht gleich ein Masterstudium, auch hier gibt es wieder Unterschiede. Die erste Form ist die des konsekutiven Masters. Dieser baut inhaltlich auf einen bestimmten Bachelor auf und soll das Wissen daraus vertiefen. Die Studiendauer beträgt in der Regel vier Semester. Der konsekutive Master ist ebenfalls in Module aufgeteilt, welche inhaltlich aufeinander abgestimmt sind und mit einer Klausur oder Seminararbeit abgeschlossen werden.

Nicht-konsekutiver Master

Der nicht-konsekutive oder postgraduale Master knüpft nicht an die Inhalte des Bachelorstudiums an, sondern vermittelt andere Kenntnisse in einer neuen Studienrichtung.

Weiterbildender Master

Die dritte Form, der weiterbildende Master, dient zur Weiterbildung von Absolventen mit mindestens einjähriger Berufserfahrung nach dem Bachelor.

Ob ein Masterstudium an den Bachelor angeschlossen wird, hängt jedoch nicht alleine von den Zugangsvoraussetzungen ab, sondern auch von der finanziellen Situation des Studierenden. Bei den konsekutiven Studiengängen gelten die allgemeinen Studiengebühren, die vom Bundesland festgelegt wurden, bei den nicht-konsekutiven kann die Preisspanne zwischen 250 und 12.000 Euro pro Semester liegen, „laut MBA-Guide 2006 zahlt man durchschnittlich 4.500 Euro im Semester.“ Das Studium an einer staatlichen Hochschule ist hier meist günstiger als an einer privaten.

Auch der Master wird mit einer schriftlichen Thesis abgeschlossen, diese kann angemeldet werden, wenn alle erforderlichen Kreditpunkte erreicht sind. Ab Themenstellung hat der Studierende in der Regel sechs Monate Zeit zur Bearbeitung des Themas. Die Thesis wird üblicherweise mit 30 ECTS-Punkten bewertet.

Der Masterabschluss stellt einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss dar und verleiht dieselben Berechtigungen wie Diplom- oder Magisterabschlüsse an Universitäten und gleichgestellte Hochschulen. Je nach Fächergruppe unterscheiden sich die Abschlussbezeichnungen analog zu den Bachelorabschlüssen.